summer group show
Umgebung, Fläche, Raum
07.Juli – 31.August 2006
galerie OPEN freut sich, vom 07.07.2006 bis zum 31.08.2006 die summer group show mit Künstlern der Galerie und eingeladenen Künstlern zu präsentieren. Die Eröffnung findet am Freitag, den 07.07.2006 um 19 Uhr statt.
Die Künstler der galerie OPEN leben und arbeiten vorwiegend in Berlin und New York. So sehr ihre Kunstidiome untereinander differieren, so ausgeprägt verbindend ist der Einfluss der Großstadt spürbar in ihren Werken. Umgebung, Fläche und Raum werden eins und kreieren eine Plattform des interkulturellen Austausches. Diese unterschiedlichen Stimulanzien der Kunst fügen sich in den Räumlichkeiten der galerie OPEN zu einem und sind sichtbar in der summer group show.
Das Leben in der Metropole New York ist Thema der Malerei von Simon Gaon und Jeffrey Teuton. Das Straßenleben, die Umgebung, die Atmosphäre in Chinatown, die Gerüche des fish market werden von Gaon wild-expressiv auf die Leinwand gebracht. Jeffrey Teutons Arbeiten zeigen Details des Großstadtlebens: Pop-Kultur, Sex, Shopping, Drogen kombiniert er mit zwitschernden Vögeln und kleinen Häschen und zeigt so die Gewalttätigkeit und Dekadenz der Großstadt.
Die Photographien Katherine Newbegins entstanden in verlassenen Hotelzimmern. Die Abwesenheit der Menschen ist nur vordergründig, die Spuren ihres Lebens subtil spürbar. Die Malerei von Lilla von Puttkamer handelt sich um das Wechselspiel von Abwesenheit und Gegenwärtigkeit der Dinge, um die Evokation einer bildnerisch nur angedeuteten Sache in der Phantasie des Betrachters.
Kathrin Rank, Uta Reinhardt und Mirko Schallenberg betrachten die Malerei als Farbauftrag. Rank malt flächig-minimalistisch und eröffnet Bilderwelten, deren schattenhafter Blickfang von einzelnen Gegenständen, menschlichen Figuren oder Tieren gebildet wird. Objekte zeigen auch die Stilleben Uta Reinhardts: Auf unspektakulärem Terrain betont sie das Bedeutende und macht durch diesen Kontrast das Wesentliche sichtbar. Schallenbergs Stilleben hingegen zeigen mehrere Objekte oder Lebewesen, die überraschend wie auf einer Bühne angeordnet werden.
Oliver Zabel und Michaele Brüll kreieren Objekte voller Ironie und Erotik. Zabel inszeniert Geschichten, indem er Alltagsgegenstände aus ihrem ursprünglichen Kontext reißt und sie neu komponiert. Er verführt die Phantasie des Betrachters durch das Unausgesprochene. Michaele Brülls Markenzeichen ist die Nylonstrumpfhose. Die Transparenz und die Dehnbarkeit des Materials verleihen ihren Objekten eine subtil-erotische Ironie.
Die konstruktive Malerei ist formal die Verbindung zwischen Ellen Banks und Linda Bradford. Banks fügt mysteriöse, geometrische Zeichen in sinnlich-haptische Malgründe ein und übersetzt so musikalische Partituren. Sie macht Musik sichtbar und Malerei hörbar. Bradfords Giclée-Drucke hingegen zeigen geometrische Linien, die mit dem Auge des Betrachters spielen. Die Interaktion von Form, Volumen und Bewegung, kreiert durch die Variationen der verschiedenfarbigen Streifen, vermitteln die Wahrnehmung der Räumlichkeit.
Gerne würden wir Sie zur Vernissage am Freitag, den 07.07.2006 um 19 Uhr in unseren Räumen willkommen heißen. Weitere Information Alexandra Rockelmann
Tel. 030 – 27 58 28 10